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Losnr. 40 BAYERN - LUDWIG I. von

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BAYERN - LUDWIG I. von, eigh. Brief (2 1/4 S. in 8, Briefdoppelbogen) mit U., Ort u. Dat., "München, 30 May 1833", an "Lieber Fürst" (= Carl Philipp Fürst von Wrede, 1767-1838, bayerischer Feldmarschall u. Diplomat), schreibt ihm "wie auch überhäuft mit Arbeiten vor meiner übermorgen statt findenden Abreise nach Italien (auf 6 Wochen ...) kan(n) ich mir das Vergnügen nicht versagen Ihnen eigenhändig auszudrücken daß sich Ihr Sohn Carl" (= Karl Theodor 2. Fürst von Wrede, 1797-1871, ab 1829 Regierungsrat in Ansbach und vom 31.12.1832 an Regierungspräsident der Rheinpfalz) "trefflich benom(m)en hat bey dem gleich im Entstehen vereitelten Versuch das Hambacher Fest zu wiederhohlen ...", hat "für Feldmarschall Fürst Wrede keinen Ersatzmann ...", Lerchenfeld lasse sich gut an (= der frühere bayerische Finanzminister u. damalige bayerische Gesandte beim Deutschen Bund in Frankfurt, Maximilian Emanuel von Lerchenfeld, 1778-1843), Mieg zu seinem Nachfolger in Frankfurt ernannt (= der damalige Verweser des bayerischen Finanzministeriums, Arnold von Mieg, 1778-1842), wünscht der Gemahlin des Empfängers "während ihrem Aufenthalt in dem mit Recht von ihr so geliebten Mondsee das schönste Wetter". (Anmerk.: am ersten Jahrestag des Hambacher Festes, Pfingstmontag, den 27. Mai 1833, kam es durch Militär u. Gendarmerie zu wahren Hetzjagden u. Gewaltübergriffen auf Bürger, es gab einen Toten u. rund 300 Verletzte). Sehr seltenes Dokument aus der Restaurationszeit. - Siehe Abb.